Franks Vespagarage

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Die neue Vespa Elettrica

Die blaue Elemente deuten auf den E-Antrieb hin

Aktuell teilt sich die Vespaszene in mindestens zwei Gruppen: Die der klassischen Schaltrollerfahrer und die der Freunde der modernen Automatik-Vespa. Demnächst wird es mindestens noch eine dritte Gruppe geben, nämlich die der Elektro-Vespa-Fahrer.  Aller Voraussicht nach handelt es sich dabei um die Gruppe der Zukunft, denn Verbrennermotoren werden über kurz oder lang aussterben.

Generell kann ich nicht noch eine Vespa gebrauchen, mit 5 Fahrzeugen in der Garage komme ich sowieso nicht dazu, alle gleichmäßig viel zu fahren. Aber die Elettrica ist da schon was anderes, denn es ist eben die dritte Vespa-Gattung und damit interessant.

Eigentlich sollte die Elettrica schon Mitte 2017 auf den Markt kommen, jetzt gibt es die neue Ankündigung, dass Piaggio die erste elektrisch angetriebene Vespa im Oktober 2018 auf den Markt bringen will. Wie immer ist Vespa natürlich bei den Preisen ganz oben zu suchen. Gerüchteweise soll der Preis für das neue Modell zwischen 4000,- und 6000,- Euro liegen. Die aktuellen Verbrennermodelle kosten allerdings ähnlich viel Geld und verkaufen sich trotzdem. Für Piaggio die Bestätigung, dass die Fans bereit sind, für den Kult aus Pontedera mehr Geld auf den Tisch zu legen, als für chinesische Schlichtware.

Das Aussehen orientiert sich an den aktuellen 50er-Modellen

Schade ist, dass das neue Modell im Bereich der 50er angesiedelt ist. Damit dürfte die Elettrica in Deutschland eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h erreichen. Die angeblichen 5 PS sind nun auch nicht gerade das, was die Fahrer von GTS und PX zum Umstieg bewegen wird. Die 50er-Zielgruppe ist groß, echte Vespa-Fanatiker, die in der Regel etwas mehr Leistung wollen, schauen also erst einmal in die Röhre.

Der Akku soll fest verbaut sein. Aus meiner Sicht überhaupt kein Problem. Wer sich noch an die Diskussionen erinnert, als das iPhone ohne Wechselakku auf den Markt kam, der weiß, dass der fest verbaute Akku heute Standard ist und keine Probleme bereitet. Eine Ladezeit von etwa 4 Stunden ist vertretbar. Über Nacht ist der Akku dann auf jeden Fall wieder voll.

Die reine Akku-Variante soll eine Reichweite von 100 km haben und damit über ausreichend Radius für den Weg zur Arbeit und ein paar Erledigung haben. Interessant ist die „Hybrid-Variante“, in der neben dem Elektromotor ein Benziner verbaut ist, der den Akku lädt und für ein Reichweitenplus von 100 Kilometern sorgt.

Ich denke, dass die Zeit für eine Elektrovespa reif ist und dass wir gespannt sein dürfen auf zukünftige größere Modelle auf GTS-Niveau. Erst ab diesem Zeitpunkt dürfte das Gefährt in der Szene ankommen und auf den ersten Treffen gesichtet werden. Bis dahin schraube ich weiter an V50, PK, PX und GTS!

geschrieben von Frank in Allgemein und hat No Comments