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Pflegemittel für den Vespa-Winterschlaf

Fluid Film Rostschutz

Fluid Film Rostschutz

Jedes Jahr auf’s neue sieht man in den Foren die Frage: „Was soll ich machen, wenn der Winter kommt?“ Die Antwort ist einfach: Den Roller trocken abstellen und fertig! Letztendlich wird fast jeder Roller, der kein technisches Problem hat, im nächsten Frühjahr ohne weiteres wieder anspringen und seinen Dienst machen.

Schöner und besser ist es allerdings, sich die Winterzeit mit ein paar kosmetischen Pflegemaßnahmen zu verkürzen.

Basisreinigung

Als erstes sollte man den Roller mal ordentlich von Dreck befreien. Hierfür bieten sich diverse Autoshampoos an. Ich benutze schon seit Jahren das Shampoo von Sonax. Damit wird der Roller überall, auch von unten, vernünftig gewaschen. Man ist die ersten Dreckpartikel, die bei den späteren Arbeitsgängen Kratzer verursachen können, schon einmal los.

Lackreinigung

Gerade alte und stumpfe Lacke sollte man mit einem vernünftigen Lackreiniger behandeln. Für die normale Pflege nehme ich auch schon seit Ewigkeiten den Sonax-Lackreinger. Stumpfer Lack wird durch den Reiniger ordentlich aufgearbeitet und erhält wieder neuen Glanz. Für schwierigere Fälle greife ich auf Rot-Weiß-Polierpaste zurück. Diese Polierpaste ist ein absoluter Klassiker, der schon seit Generationen bestens seinen Zweck erfüllt und auch in hartnäckigen Fällen den letzten Dreck aus den Poren des Lacks holt. Dass Rot-Weiß Farbpartikel weg schleift, stimmt zwar, aber bevor man den Lack damit wirklich runterpoliert hat, dürften Jahren vergehen. Für mich ist das kein Grund, nicht auf dieses Top-Produkt zurück zu greifen.

Auftragen von Poliermitteln.

Zum Auftragen, bzw. Polieren verwende ich ganz normale Polierwatte. Kürzlich habe ich gelesen oder gehört, dass das nicht mehr zeitgemäß sei, aber eine 2-Takt-Vespa von 1981 ist auch nicht mehr zeitgemäß, von daher passt alles wieder zusammen! Wer es moderner und vermutlich lackschonender mag, der kann Mikrofasertücher verwenden. Ich benutze diese Tücher allerdings nur zum normalen reinigen. Die Anschaffung einer Poliermaschine halte ich bei einer Vespa für eher weniger sinnvoll, weil man doch sehr viele Teilbereiche hat, für die diese Maschinen zu groß sind. Für Beinschild und Seitenbacken mögen diese Maschinen aber durchaus Sinn machen, insbesondere dann, wenn man die Maschine auch für das Auto benutzt.

Konservierung

Egal wie viel man pflegt, meistens hat man doch eine Stelle am Roller, die vom Rost befallen ist. Das ist kein Grund zur Panik, denn gerade in den letzten Jahren sind original lackierte Roller, denen man ansieht, dass sie im Gebrauch waren und die über Gebrauchsspuren verfügen, höher im Kurs als neu lackierte Fahrzeuge. Wichtig ist hier nur, dass man diese Stellen entsprechend konserviert. Das optimalste Produkt, um Rost zu stoppen ist Fertan. Fertan ist seit Jahren bewährt und findet in Oldtimerkreisen höchste Anerkennung. Man entfernt groben Rost und trägt dann Fertan nach Anleitung auf. Die rostige Stelle wird schwarz und man hat für die nächsten Jahre ist Ruhe. Der Rost ist, insbesondere, wenn man einmal im Jahr zu Fertan greift, wirklich gestoppt. Anschließend kann man, ohne weiteres drüber lackieren. Ich bevorzuge es allerdings, die Stellen genau so zu lassen. Das ist nämlich das, was sogenannte „Patina“ ausmacht.

Als weiteres Produkt zum Konservieren des Lacks kann man mein allerliebstes Mittelchen nehmen: Fluid Film! Warum ich davon so begeistert bin? Weil es kein anderes Mittel gibt, das man universeller einsetzen kann. Zum einen löst Fluidfilm wie z.B. WD-40 korrodierte Schrauben ganz problemlos. Gefühlt kriecht Fluidfilm noch besser als WD-40. Außerdem konserviert Fluidfilm extrem gut. Auf blankem Blech aufgetragen behält Fluidfilm sehr lange seine Wirkung. Das liegt daran, dass FluidFilm nicht verdunstet oder verläuft. Es kriecht bis in die letzte Ecke und schützt genau dort. Deswegen benutze ich FluidFilm über den Winter als Konservierungmittel.

Mit einem Mikrofasertuch trage ich das Mittel auf den gereinigten Lack auf. Der dünne Film, den man beim Auftragen erhält, lässt den Lack wunderbar glänzen. Es gibt kein Mittel, dass besser schützt und den Lack besser aussehen lässt, als Fluidfilm. Dies gilt besonders für alte und strapazierte Lacke. Auch an schlecht zugänglichen Stellen kann man Fluidfilm auftragen. Dies ist z.B. interessant, wenn man den Tunnel am Roller konservieren will. Der unwichtigste, aber für mich doch ein wesentlicher Punkt, der mir Freude beim Arbeiten bereitet, ist der gute Geruch. Es gibt einfach kein Mittel in der Werkstatt, das besser riecht als Fluidfilm! Daher ist dieses Mittel meine Top-Empfehlung in Sachen Rollerpflege!

Chrom aufarbeiten und pflegen

Ein weiterer Klassiker, auf denen viele Oldtimer-Fans schwören ist Nevr Dull. Diese Polierwatte gibt es schon seit Jahrzehnten und ist perfekt um Chrom und Metall wieder zu neuem alten Glanz zu verhelfen. Es handelt sich um getränkte Watte, die äußerst ergiebig ist. Es gibt dazu nicht viel zu sagen, nur, dass man Nevr Dull unbedingt braucht, wenn man seine Chromteile gut pflegen will. Bessere Ergebnisse wirst Du mit keinem modernen Mittel erzielen.

Batterieladegerät

Um die Spannung der Batterie über den Winter zu halten, benutzen viele ein Ladegerät, dass die „Erhaltungsladung“ beherrscht. Gute Geräte sind allerdings recht teuer, weswegen ich auf einen derartigen Luxus verzichte. Bei diesem Preis ist es günstiger, alle zwei bis drei Jahre eine neue Batterie zu kaufen und diese dann im Winter jeweils auszubauen und ins Warme zu stellen.

Faltgarage

Egal, ob der Roller in der Garage oder im Freien steht. Eine Faltgarage ist immer empfehlenswert. Ich habe schon so einige ausprobiert und auch die Modelle namhafter Hersteller zerreißen sehr schnell. Gerade bei Sonnenschein wird der Stoff porös und die Garage reißt. Ein Fall für die Mülltonne. Deshalb sollte man schon ein paar Euros in die Hand nehmen und auf Qualität setzen. Die Faltgarage von Mainroller, die es in einer speziell für Smallframe-Modelle angepassten Version gibt, ist hier die klare Empfehlung. Ich benutze sie auch bei mir und bin von der Qualität und der Passform sehr angetan. Schaut Euch das Teil bei Mainroller.de mal an!

 

Fazit:

Es sind regelmäßig gerade die klassischen Mittel, wie Rot-Weiß, Nevr Dull oder Fluidfilm, die auch heute noch ungeschlagen sind. Wer regelmäßig seinen Roller pflegt, wird trotz magerer Piaggio-Qualität ewig und drei Tage Spaß an gutem Blech haben!

Habt Ihr andere Erfahrungen oder Tipps, die hier nicht aufgeführt sind? Kommentiert unterhalb des Artikels! Andere nutzen danken es Euch!

Weitere Tips für den Winter gibt’s in diesen Videos:

Und hier: Vespa fahren im Winter! oder hier: Winterreifen für die Vespa!

geschrieben von Frank in Allgemein und hat No Comments

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