Franks Vespagarage

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Vespa mit Silikon- statt Papierdichtung

Dichtmasse für die Vespa

Bei einer undichten Stelle am Roller, also wenn die Vespa wieder mal ihr Revier markiert, muss man sich nicht gleich Sorgen machen. Dass der Roller etwas Öl verliert ist ganz normal. Es sollte nur einfach nicht zu viel sein. Wenn Flüssigkeit austritt, sollte man erst einmal testen, ob es sich um Benzin oder Öl handelt. Benzin ist zwar grundsätzlich hell, doch durch Straßendreck und Öl-Vermischungen sieht es, wenn es vom Roller tropft, trotzdem oft aus wie Öl.  Der Test, ob es sich um Öl oder Benzin handelt, ist einfach, denn Benzin hat seinen typischen Geruch und ist wesentlich dünnflüssiger als austretendes Öl.

In meinem Falle war es so, dass meine V50 regelmäßig kleine Benzinpfützen hinterließ, die ich mir zuerst mit einer Undichtigkeit im Vergaser erklärt habe. Plötzlich zeigte der Roller allerdings folgende Symptome:

  • Schlechtes Anspringen
  • Motor ging bei Wegnahme des Gases während der Fahrt aus
  • Motor sprang beim Gasgeben sofort wieder an
  • Höherstellen des Standgases blieb ohne Erfolg, da der Motor dann wesentlich zu hoch drehte

Als erstes habe ich mal genauer auf den Motor geschaut und gesehen, dass unterhalb des Ansaugstutzens alles nass war. Ein klarer Hinweis auf eine Undichtigkeit eben dort.  Beim Abschrauben des Ansaugstutzen konnte ich dann erkennen, dass die Dichtflächen extrem uneben waren. Da ich vor einiger Zeit von einem Freund eine Motordichtmasse namens „Car 1 – Hochtemperatur Silikondichtung“ (Ähnlich Dirko rot) geschenkt bekommen hatte, habe ich diese als Ersatz für die Dichtung verwendet und bin begeistert. Nach der Aushärtezeit von 24 Stunden und nachdem ich alle Vergaserdüsen einmal durchgepustet hatte, habe ich eine einstündige Probefahrt mit dem Roller unternommen und siehe da:

Kein Benzin ist mehr ausgetreten, der Roller blieb auch im Standgas an und ist nicht mehr unerwünscht ausgegangen.

Ob das Problem an dem undichten Ansaugstutzen oder an leicht verdreckten Düsen lag, lässt sich natürlich nicht mehr hundertprozentig nachvollziehen, das Zusammenspiel beider Maßnahmen hat jedoch für Abhilfe gesorgt.

Fazit:

Silikon-Motordichtungen sind eine gute Alternative zu den gängigen Papierdichtungen. Sie lassen sich später, da sie nicht vollständig aushärten, leicht wieder entfernen und dichten gerade an Flächen, die nicht hundertprozentig plan sind, besser ab. Die Dichtmasse ist von -50 bis +250 Grad Temperaturbeständig, so dass man bezüglich der entstehenden Hitze keine Sorgen haben muss. Hingewiesen sei noch darauf, dass man die Dichtmasse nicht zu dick auftragen sollte, da beim Zusammenschrauben der Teile die überschüssige Masse nach außen gedrückt wird. Es besteht bei zu viel aufgetragener Maße daher die Gefahr, dass überschüssige Masse unkontrolliert in den Motorraum gerät. Wer aber mit Bedacht vorgeht, hat eine gute Alternative zu den üblichen Papier-Dichtungen.

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geschrieben von Frank in Allgemein,Technik und hat Comment (1)

Einen Kommentar für “Vespa mit Silikon- statt Papierdichtung”

  1. Atze sagt:

    …vielleicht noch so als Hinweis: nicht jede Silikondichtpampe ist Benzinfest… Unbedingt vorher das Datenblatt lesen, bevor diese am Ansaugtrakt verwendet wird…
    Gruß
    Atze

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