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Vespa 946: Zum Mißerfolg verdammt

Vespa 946

Es ist nicht das erste mal, dass Menschen auf einer Messe eine Designstudie sehen und hin und weg sind vom Fahrzeug, das vor ihnen steht. Ein berühmtes Beispiel ist der VW Beetle. Ursprünglich nur zur Vorführung eines Retro-Designs im Messebereich gedacht, häuften sich die Anfragen und VW entschloss sich, den alten Käfer in neuer Form wieder aufzulegen. Dumm daran nur, dass der Beetle, wie der Käfer ja inzwischen auch in Deutschland genannt wird, auf dem Markt langfristig gar nicht so viele Käufer gefunden hat, wie man im Vorfeld hätte vermuten könnte.

Zumindest hat der Beetle als erstes Auto im Retro-Look eine Reihe weiterer Klassiker-Neuauflagen wie den Mini oder den Fiat 500 angestossen. Jetzt legt Piaggio nach und kommt mit der Vespa 946. Was genau wie der Beetle zuerst eine Design-Studie war, wird jetzt zur realem Blech. Die Idee ist wie gesagt nicht neu, selbst bei Piaggio hat man nach einigen Design-Mißerfolgen in den 90er Jahren in den letzten Jahren auf alte Formen zurückgegriffen. Fahrzeuge wie die GTS und die GTV erinnern in ihrem Erscheinungsbild stark an Roller alter Zeiten und interpretieren die Formen neu. Die 946 geht jetzt noch weiter zurück in die Vergangenheit, bis in das Jahr 1946.

Die Formen der 946 verbinden tatsächlich Klassik und Moderne miteinander. Besonder auffällig ist die Sitzbank, die wie ein Schwingsattel geformt ist. Schade ist natürlich, dass in das neu designte Chassis ein Motor von der Stange gehängt wird.  Von neuen Erfahrungen in Sachen Handling und Motorleistung werden die Besitzer der ab Mai 2013 ausgelieferten Roller sicherlich nicht berichten können, aber die Frage die sich stellt ist eh, ob man überhaupt eine 946 auf der Straße zu sehen bekommen wird und wie viele der Käufer damit herumfahren wollen.

Für Deutschland sind aktuell nur 125 Roller von insgesamt 1000 Stück vorgesehen. Auf Grund der limitierten Stückzahl werden die Schmuckstücke sicherlich in Sammlergaragen von Vespa-Freunden mit dem nötigen Kleingeld verschwinden. 9000,- Euro für einen Roller, der ausser einem extravaganten Design und einer gewissen Exklusivität auf Grund der limitierten Stückzahl wenig zu bieten hat, auszugeben, ist sicherlich nicht jedermanns Ding.

Für mich ist die 946 ein nett anzusehender Roller, mit dem Piaggio es geschafft hat, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Mehr allerdings wirklich nicht. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich die 946, wenn nicht Vespa drauf stehen würde, auf der Straße als einen chinesichen Retro-Roller aus dem Baumarkt identifiziert. Aber als einen hübschen zugegebenermaßen.

Hier gehts es zu Website der 946

Hier zum Wikipedia-Eintrag

geschrieben von Frank in Allgemein und hat Comments (2)
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2 Kommentare für “Vespa 946: Zum Mißerfolg verdammt”

  1. Germanicus84 sagt:

    Ich persönlich finde die 946 richtig toll. Stand gerade vor einem Vespa Kauf und habe sie mir im Laden angesehen. Richtig hübsches Teil, welches leider nicht mit dem Klasse B Führerschein zu fahren ist. Ich wäre sonst der Versuchung erlegen und hätte sie wohlmöglich gekauft. Doch der Preis, ein weiteres Kriterium, ist einfach zu hoch.

    Naja, ich habe mir eine LX 50 geholt und bin nach aktuell rund gefahrenen 120 km super zufriedne mit der Vespa.

  2. Føssi sagt:

    Bitte was ?
    Hier wird ein edelst verarbeitetes Design, kombiniert mit feiner Technik zerissen weil es anderst ist ?
    Dieses Prachtstück ein Baumarktroller ? Zu teuer …
    Sorry mein Bester aber das nenne ich keine konstruktive Kritik, das ist NEID !
    Nehme einen alten Roller mit Patina (Rost), Baujahr 1946 (falls man einen bekommt) mit 2400 Euro, passe die Technik an (Kabelbaum, Batterie, handgeschmiedete Ersatzteile . . .), Lackieren, Felgen, Reifen, Blecharbeiten ectr. und schon bist du, weil du individuell sein willst, einen Hauch weg vom Preis dieses Rollers. > Vorrausgesetzt du bekommst alle Teile und der Motor dreht und bist zudem handwerklich geschickt.
    Einen sparsamen Motor, LED Technik und Handgenähte Echt oder Kunstleder Griffe und auch Sitzbank zu beziehen, ist das was ich nicht von jedem Vespa Roller erwarten kann.
    9000 Euro um ein Prachtstück zu haben gerechtfertigt. Denn kaufe ich einen Bugatti, mache ich das auch nicht weil ich Geld sparen will, sondern mich DEUTLICH von der Masse ab zu heben

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