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Bands of Gold – Das Buch zur Scooterszene in Deutschland

Vor kurzem habe ich Euch das bald erscheinende Buch „Bands of Gold“ kurz vorgestellt. Bei dem Projekt handelt es sich um einen umfassenden Überblick über die deutsche Scooterszene und ihre Clubs.

Michl "Muckl" Martin

Ich habe dem Autor Muckl ein paar Fragen gestellt:

Muckl, seit wann beschäftigst du dich mit dem Thema Roller?

Hallo Frank, erstmal Danke für das Interesse an dem Projekt „Bands of Gold“, ich bin doch sehr dankbar für jeden, der an diesen Projekt irgendwie mitwirkt. Sei es die Gastfreundschaft der Menschen auf dem Weg durch Deutschland oder eben durch die Publikation auf einer Homepage wie dieser – ich bin dankbar für jede Hilfe.

Ach und mit 15 Jahren ging es bei mir los …

Was war der ausschlaggebende Punkt für Dich eine Vespa zu fahren?

Meine erste Vespa war eine Pk50s und ich brauchte einen fahrbaren Untersatz um aus meinen Dorf zu kommen. Der Zweiradhändler hatte für meinen Geldbeutel eine Vespa – und ich fand, die gute passt zu meinen Style. Der Roller brachte und bringt mir reine Freiheit & Style.

Was ist für Dich das besondere an einer Vespa?

Vespa & Lambretta: Style aus Blech in Verbindung mit der dahinter stehenden Subkultur

Was verbindest du für dich mit dem Lebensgefühl Vespa?

Rollerszene – Freiheit – anders sein – Style – und die besten Mädels am Start.

Welche Inspiration gab es für Dich ein Buch zu schreiben?

Es war an der Zeit einen Versuch zu starten, das Sekundärleben vieler, endlich einmal festhalten zu können. Schließlich möchte man seinen Enkeln davon erzählen, was einen sein Leben lang begleitet hat. Wenn die einem dann nicht glauben, ziehe ich ganz lässig das „BoG“ Buch aus dem Bücherregal.

Viele Scooterists haben jetzt Familien, gehen einer Arbeit nach und wer hätte es gedacht, besuchen hier und da ein Treffen. Da kam der Gedanke das ganze fest zu halten, bevor es vergehen könnte.

Wie lang arbeitest Du bereits an dem Buch?

Meine ersten Gedanken dazu hatte ich 2008, meine erste Anfrage über einen Hausbesuch bei einem Club ging Ende 2009 per Mail nach Deggendorf.

Die Iddee war es so viele Menschen wie möglich persönlich zu besuchen. Ich finde es wichtig, die Menschen persönlich zu erleben über die ich schreibe. Ich konnte meine Authenzität zeigen. Zeigen, dass auch ich einTeil von ihrem Leben bin und die Szene ebenfalls kenne.

Haben Dir Menschen dabei geholfen?

Alle Clubs und Rollerfahrer der Szene haben mit geholfen – dazu kamen noch Einzelpersonen und natürlich meine Familie, die mich über die ganze Zeit noch weniger sehen konnte als eh schon.

Meine Co-Autorin Katja Philipsenburg kümmert sich seit Mitte 2010 mit um das Projekt. Vielen Dank dafür.

Hat das Projekt „Band of Gold“ Dir persönlich neue Erfahrungen gebracht?

Noch nie habe ich so viele unterschiedliche Übernachtungsplätze in so kurzer Zeit gehabt, noch nie habe ich solche Rückenschmerzen, Kopfweh und Gleiderschmerzen gehabt. Noch nie ging es mir so gut wie auf den Touren quer durch Deutschland.

Mir wurden Türen geöffnet von Menschen mit unterschiedlichsten Lebenssituationen – es machte aber keinen Uunterschied, denn in der Sache waren sie alle gleich – alle sind wir verbunden in der Liebe zum Blechroller.

Natürlich machte ich mir immer Gedanken, auf wen werde ich treffen, werde ich einen Platz zum Schlafen finden, ist genug Bier im Haus…doch nie wurde ich enttäuscht.

Das alles macht mir Mut, es gibt noch Werte in uns, die nicht messbar oder studierbar sind – nein unsere Werte treffen sich um halb an der Bar – und das ist gut so.

Wie ist Deine Meinung zur aktuellen Situation der Rollerszene? Sieht Du die Szene vom Aussterben bedroht?

Die Rollerszene ist nicht mehr die, wie viele sie kennen und schätzen gelernt haben. Wir sind mit der Szene gewachsen – ja sogar Erwachsen geworden. Viele haben Familie und / oder einen Beruf. Daraus ergeben sich nun mal Änderungen z.B. was die Zahl der besuchten Runs betrifft.

Wenige kommen nach, einige kommen zurück, doch ein Scooterboys bleiben die meisten.

Ich wünsche mir noch viele Treffen, die jetzt eben wesentlich entspannter sind als früher. Treffen auf denen ich die krassen Geschichten von damals in Ruhe austauschen kann, um mir anschließend die Festplatte zu formatieren.

Der VCVD ist der größte Vespa-Verband in Deutschland. Die Szene setzt sich traditionell vom VCVD ab. Denkst Du, dass es da in Zukunft wie

Bands of Gold

z.B. beim VC Celle und anderen Clubs eine Annäherung geben kann, oder ist die Kluft Deiner Einschätzung nach einfach zu groß?

Der Sittenstrolche RC Schwabach ist mein Club – dass genügt bei weitem.

Um es in den alten Worten zu sagen: „Der VCVD ist mir wurscht“!

Welche Roller hast Du bisher besessen und was fährst Du aktuell?

Gehabt viele – geblieben ist nur eine – die „Bands of Gold“ Vespa

Ab wann kann man Dein Buch kaufen?

Releaseparty ist am 07.04.12 in Heilbronn in der Neckarlust.

 

Das Buch „Bands of Gold hat 240 Seiten und ist zum Preis von 29,90€ auf der Seite wwww.scooterclubs.eu vorbestellbar.


geschrieben von Frank in Allgemein und hat No Comments

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